Fifa - 2003

Regina Ahrens

Wie Inga schon sagt (siehe ganz weit unten): Wir sind ein ganz spezielles Völkchen, wir FIFAs! Oft bringt man uns in Deutschland mit Fußball in Verbindung, dabei sind wir natürlich etwas ganz anderes: gut 20 internationale Politikfreaks mit reichlich Umzugserfahrung!
Ich bin zufällig in die FIFA gerutscht, nachdem ich in der ZEIT einen Artikel über Doppeldiplomstudiengänge gelesen hatte. Hörte sich ganz interessant an. Anfangs war ich dann aber doch ein bisschen vom französischen System geschockt… Alles in allem war es aber echt toll, jetzt wo unsere gemeinsame Studienzeit zu Ende geht, werde ich so einige Leute vermissen! Aber es geht ja weiter… Jetzt erstmal ein halbes Jahr Kanada und anschließend… nur eins steht fest: es wird nicht der letzte Umzug gewesen sein!

Nadine Becker

Victoire Binart

Christine Blumauer

Carolin Briem

Ich bin Carolin und seit 2003 bei der FIFA. Vorher habe ich eine Ausbildung zur Hörfunkredakteurin gemacht und auch eine ganze Weile als solche gearbeitet – zum Teil auch später während des Studiums.
Die FIFA hat mich angezogen wegen ihrer Zweisprachigkeit, Internationalität, und weil ich die Welt besser verstehen wollte.
Praktika haben mich nach Berlin, New York und Moskau verschlagen – wohin das alles führen wird, ist noch offen.

Adeline Defer

Après une classe européenne et un bac au lycée Montebello de Lille, j'ai passé le concours de la FIFA, interessée par Sciences-Po et motivée par la perspective d'étudier en Allemagne. Etant lilloise d'origine, je n'ai pas eu à chercher d'appart pour la rentrée (avantages: pas de galère pour les courses et la lessive, et déjà habituée au temps pourri de Lille!). Faisant partie des rares franco-françaises de la filière, j'attends avec impatience de partir à Münster pour découvrir davantage l'Allemagne (et perdre mon accent français par la même occasion!). Je n'ai pas encore d'idée précise de mon orientation post-FIFA (peut-être les relations internationales ou le journalisme...), mais je suis sûre que cette expérience m'aura été bénéfique...

Lea Deshusses

Rudy Flochin

Rafael Goriwoda

Hallo, Ich heiße Rafael Goriwoda. Meine Bewerbung für die FIFA im Jahr 2003 war im Grunde eher Zufällen geschuldet. Mein Frankreichbezug beschränkte sich auf einen einwöchigen Austausch und den Französischleistungskurs in der Schule. Ich fand die Idee, in Frankreich zu studieren, aber reizvoll (die große, weite Welt ... *g*) und da ich Journalist werden wollte, sprach mich der Inhalt des Doppeldiploms auch an. Die Idee Journalist zu werden, verwarf ich dann später, weil mich das Studium auf andere Möglichkeiten gestoßen hat, die interessanter waren. Gerade wegen der häufig anstrengenden und stressigen Jahre am IEP, bin ich den Zufällen, aufgrund derer ich in der FIFA gelandet bin (incl. den Personen, deren Absage mir überhaupt erst meinen Platz gesichert hat *g*) sehr dankbar... das soll jetzt nicht als übertriebener Arbeitseifer (eher das Gegenteil ist der Fall...) oder sonstwie gearteter Masochismus verstanden werden – für jeden, der sich für Politik im weiteren Sinne interessiert, ist das IEP mit seinen Ansprüchen und auch seiner von vielen kritisierten Attitüde schlicht ein toller Ort, um etwas Sinnvolles zu lernen. Mal ganz abgesehen davon, dass natürlich Lille eine tolle Stadt ist, man „richtig“ im Ausland studieren kann und durch jährliche Umzüge ein Talent (bis hin zur Sucht) für selbige entwickeln kann...

Alice Grindhammer

Natalie Hagemeister

Caroline Imig

Mein Name ist Hanna-Caroline. Ich habe mich für das deutsch-französische Doppeldiplom entschieden, weil ich mich schon immer sehr für Frankreich interessiert habe und mir der Gedanke gefiel, in beiden Ländern zu studieren. Zudem habe ich schon vorher, als ich für ein Jahr in Frankreich zu Schule gegangen bin, vom IEP gehört und habe mich sehr dafür interessiert. Das Studium hat mir sehr gut gefallen, es ist sehr abwechslungsreich. Inzwischen bin ich in London und mache einen Master in International Peace and Security Studies in London am Kings College.

Folkert Jongsma

Hi, mein Name ist Folkert...nicht sehr französisch oder? Mais ça n'est pas tout à fait allemand, non plus... Ich gehöre zu den Fifanern, bei denen es immer Zuordungsprobleme gibt: "Woher kommst du noch mal? Moment... was ist dann die Staatsbürgerschaft deiner Mutter?"
Aufgrund der unterschiedlichen Nationalitäten meiner Eltern und ihrer Neigung
zum Reisen habe ich mich eines Tages au Lycée Franco-Allemand de Buc (Frankreich) wieder gefunden. Da mir der deutsch-französische Rahmen gut gefiel, bin ich schließlich über die französische Seite in die Fifa gekommen und genieße jetzt seit vier Jahren ein sehr interessantes und dynamisches Studium. Was danach kommt, steht noch offen... mais il y a du choix.

Leila Mehnane

Caroline Meledo

Après avoir suivi une filière franco-allemande Abibac au lycée et avoir tant investi dans l'allemand, je voulais continuer dans cette voie. Souhaitant par ailleurs faire Sciences Po après le bac, j'ai découvert cette filière et j'ai eu la chance d'être prise au concours. Le cursus véritablement bilingue, la mixité de la promo et la variété des programmes proposés m'ont convaincue. Après 4 ans de Fifa, je pense que c'est une des meilleures décisions que j'ai pu prendre dans ma vie. Au-delà de la formation intellectuelle de qualité, nous sommes tous devenus adultes, ensemble, liés par des liens d'amitié inestimables. Une étape décisive qui m'emmenera, je l'espère, vers les relations internationales.

Eva Meyer

Ich komme aus dem schönen Rheinland, bin 23 Jahre alt und eher durch Zufall über das Doppeldiplom gestolpert. Nach einem 4monatigen Aufenthalt bei einer französischen Gastfamilie in der 11. Klasse, war für mich zwar klar, dass ich irgendetwas im Bereich Sprachen, bevorzugt Französisch und Geisteswissenschaften machen wollte. Bei einer meiner Suchen nach Studiengängen bin ich auf der Seite der Uni Münster gelandet und habe mich auch ähnlich blauäugig beworben und das Studium angetreten (ich wusste noch nicht mal, dass ich in einem angeblichen "Elitestudiengang" gelandet war! Nachdem der anfängliche Schock über das Arbeitspensum verdaut war, kann ich mittlerweile sagen, dass meine vier FIFA-Jahre zur schönsten und ereignisreichsten Zeit meines Lebens gehören. Auch wenn wir ein paar Mal um unser akademisches Überleben gebangt haben, hat es sich hundertprozentig gelohnt!

Izold Monnier

Izold Monnier, geb. in Rennes, Bretagne (und stolz darauf !!!). Ich habe ein Abibac gemacht und bin dann mit dem Doppel-Diplom Lille/Münster weitergegangen. Ich komme aber aus einer typisch französischen Familie ! Meine Hobbies : alles, was meine Neugierigkeit befriedigen kann : lesen, reisen, internationale Kontakte knüpfen, Museen besichtigen... Der Doppel-Studiengang hat mir gut gefallen; das war eine sehr bereichernde Erfahrung. Es ist sehr abwechslungsreich, dadurch dass man jedes Jahr umzieht, und man langweilt sich nie ! Es gibt aber die Kehrseite der Medaille : Jedes Jahr muss man sich eine neue Wohnung aussuchen. Aber die Solidarität und der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Fifa-Generationen können helfen, die Wohnungssuche ein bisschen leichter zu machen. Nach dem Studiengang habe ich eine neue Richtung gewählt, und zwar BWL. Ich interessiere mich nämlich sehr für die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen, also muss ich unbedingt meine Kenntnisse der betrieblichen Welt vertiefen. Aber es steht keinesfalls im Gegensatz zu dem, was ich vorher gemacht habe. Ich sehe es eher als eine gute Ergänzung. Der Vorteil des Studiengangs liegt nämlich darin, dass wir damit eine allgemeine Bildung bekommen, dass wir allgemeine Fähigkeiten entwickeln (kritische Analyse, synthetische und strukturierte Argumentation, gute Arbeitsmethoden, usw.), die wir gut mit einem weiteren Studium kombinieren können.

Nicolas Rode

Das bin ich: ein künstlerischer Politikfanatiker, der hin und wieder gerne verreist. Nicaragua, Deutschland, Senegal, Deutschland: das waren meine Stationen bevor ich mich für die Fifa entschieden habe. Die (relative) Nähe von Lille zu Münster und die funky Atmosphäre der Gruppe haben mich in dieses Programm geführt. Es ist ein sehr wertvolles Studium, da man hier sehr leicht Freunde fürs Studium und Leben finden kann. Jetzt sitze ich in Kanada und erforsche wie man interkulturelle Grenzen überspringen und multikulturelle Organisationsformen herstellen kann.

Anthony Saint Léger

Une volonté de continuer l'allemand couplée d'une curieuse envie d'étudier les sciences politiques et voilà comment, l'Abi-Bac en poche, on atterit en plein cœur de la FIFA. Un système (bien) encadré à Lille, un rythme plus souple et un cadre plus agréable à Münster (die lebenswerteste Stadt der Welt quand même, enfin das Wetter ne comptait pas... si???) Bref, outre ces considérations, vous en conviendrez philosophiques, il me reste à tirer un bilan positif de cette aventure: Une expérience bénéfique et une ambiance peut-être made in FIFA. Car, même si comme dans tous les groupes il y eût certaines dissensions, reste qu'une certaine harmonie et une amitié relative ont sû caractériser ces quatre années. Et, moi qui aime tant l'IEP, voilà que je me retrouve en master journalisme. Qui sait l'ARD verra peut-être bientôt arriver sur ses écrans un nouvel Ulrich Wickert...

Lea Schäfer

Vor dem Studium habe ich in Heidelberg an einem deutsch-französischen Zug teilgenommen und das Abi-Bac gemacht. Danach wollte ich Politikwissenschaft studieren und damit es nicht langweilig wird, habe ich mich für den deutsch-französischen Studiengang entschieden. Langweilig ist mir dann auch die ganzen vier Jahre nicht gewesen, denn es gab immer etwas zu tun :-) Das Studium ist sehr abwechslungsreich, der Stil an französischen und deutschen Universitäten sehr unterschiedlich und auch die Städte könnten kaum unterschiedlicher sein. Eine gute Mischung!
Allerdings hätte ich mir manchmal gewünscht länger an einem Ort zu bleiben. An Aktivitäten wie dem Hochschulradio konnte man nie für längere Zeit teilnehmen.

Anna Stahl

Ich bin Deutsche und wurde in Belgien geboren. Durch mein Abitur an der Europäischen Schule in Brüssel bin ich in einem internationalen Umfeld aufgewachsen und habe mich daher für das deutsch-französische Doppeldiplom entschieden.

Das Studium bietet eine einmalige Gelegenheit in beiden Ländern zu studieren und zwei sehr verschiedene Systeme kennen zu lernen. Obwohl der jährliche Umzug manchmal etwas mühsam war, verschafft das Studium in zwei Ländern eine große Abwechslung und ist eine sehr interessante Erfahrung. Durch das Doppeldiplom habe ich mir außerdem eine gewisse Flexibilität angeeignet, was eine wichtige Voraussetzung insbesondere für eine internationale Karriere ist.

Das deutsch-französische Studium war auch eine gute Grundlage für meinen Master in Internationalen Beziehungen am Europakolleg in Brügge. Ich hoffe daher, dass das deutsch-französische Doppeldiplom auch in Zukunft weiter existieren wird und kann nur Jedem, der an internationaler Politik interessiert ist, dazu raten.

Ann-Kathrin Stracke

Inga Wachsmann

So schnell kann's gehen... Die Bewerbungsfrist 2002 um einen Tag verpasst, 1 Jahr Praktika im schönen Berlin, 4 Jahre Fifa = immer unterwegs, denn es gibt soo viele spannende Dinge zu tun. Mal sehen, ob ich es nun mit meinem Job schaffe etwas länger an einem Fleck zu bleiben :o).

Das Studium: arbeitsintensiv, bereichernd und immer spannend (naja fast ;), abwechslungsreich. Ich würd's immer wieder wählen!

Die Fifas: ein ganz spezielles Völkchen, das es sich lohnt, kennen zu lernen!
Christelle Weckend     

Christelle Weckend

Marie Wichmann

Hi!

Vor dem Studium hatte ich nur den Französisch-LK belegt und außer dem zweiwöchigen Austausch und x Familienurlauben nichts von dem Land gesehen - aber ich habe es immer schon geliebt :) Naja, und als ich die DFH gefunden hatte, schränkte sich die Wahl des Studienfachs am Ende auf Kulturwissenschaften, Recht, Wirtschaft und Politikwissenschaften ein. Zu Bla, zu trocken, zu Mathe - da blieb nur eins über. Der Studienverlauf hörte sich gut an, das Ganze lag meinen Interessen am nächsten - und dann habe ich von Münster-Lille eine Zusage bekommen, bevor ich die Bewerbungen nach Stuttgart und Eichstätt (oder was die Städte mit diesem Angebot halt waren) losschicken musste.

Ich habe meine "Wahl" zu keinem Zeitpunkt meines Studiums bedauert. Obwohl das Studium in Frankreich, und besonders das erste Jahr, anstrengend und stressig war, bin ich froh über alles, was ich mitnehmen konnte, und das ist eine Menge (zum Beispiel die Grundzüge von Philosophie oder Wirtschaft, die ich in einem rein deutschen Studium umschifft hätte). Es ist wirklich interessant, wie sich die beiden Systeme und Lehr-/Lernansätze unterscheiden und wie man sich aus beiden so etwas wie soft skills angewöhnen kann, von der Sprachfertigkeit mal ganz abgesehen.

Man kann enorm viel aus diesem Studium machen, und aus meiner Sicht deutlich mehr lernen als in einem unilateralen Studiengang. Darum: Daumen hoch für Münster-Lille ;)
Achja, und Lille ist einfach eine geniale Stadt! Wer ein Problem mit Hundehaufen oder Müllgeruch hat, wird dem nur bedingt zustimmen, aber wer Cafés und Kneipen zum Abwinken liebt, wer gern mal nach Paris oder ans Meer will, wer offen für Veranstaltungen und Kultur ist und wer den Marché de Wazemmes in irgendeiner Form auf dem Globus schon mal erlebt hat, wird sich in Lille zuhause fühlen. Wenn ich das so schreibe, kann ich es gar nicht erwarten, im Dezember für die Diplomvergabe wieder hinzufahren :D Vielleicht sieht man sich ja!

PS: Münster ist auch nett und grün und studentisch und so. Aber alles Spießer ;)

Olaf Wientzek

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